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Familienforschung in Eningen

Sich auf die Suche nach seinen Vorfahren zu machen, ist heutzutage ein beliebtes Hobby geworden. Dabei erschließen sich dem Forscher immer mehr Möglichkeiten, um erfolgreich zu sein und einen großen Stammbaum zusammenzustellen. Waren es früher hauptsächlich Aufzeichnungen aus der eigenen Familie, die als Quelle dienen konnten, ist die Zahl der Hilfsmittel in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen.

Eningen mit alter Andreaskirche

Diese Seite soll eine Übersicht der Quellen für Familienforscher in Eningen darstellen.

1. Eine klassische Basis gibt es mit den Familienbüchern von Georg Seemüller:

a. Eningen unter Achalm, Familien-Buch von 1386 bis um 1800. Beiträge zur Ortsgeschichte; Eninger Familien A-L. Band 1. Eningen, 1997. 420 Seiten.
b. Eningen unter Achalm, Familien-Buch von 1386 bis um 1800. Beiträge zur Ortsgeschichte; Eninger Familien M-Z. Band 2. Eningen, 2000. 330 Seiten.

Die beiden Bücher sind bei der Gemeindeverwaltung Eningen erhältlich. Weitere Exemplare sind vorhanden bei der Universitätsbibliothek Tübingen, Landesbibliothek Stuttgart und der Deutschen Nationalbibliothek.
Oder per Fernleihe: Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg

2. Forschung mit Kirchenbüchern

Die Kirchenbücher in Eningen beginnen nach der Reformation. In sie wurden die kirchlichen Ereignisse wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen eingetragen. Die Taufen beginnen 1569, Trauungen 1580 und Beerdigungen 1612. Um sie zu lesen, muss man alte Handschriften entziffern können. Sie enthalten keine Aufstellung von Vorfahren, sondern Einträge zu den jeweiligen Ereignissen, so dass man sich anhand dessen selbst einen Stammbaum ausarbeiten kann.
Die Kirchenbücher sind verfilmt und es gibt verschiedene Möglichkeiten, Einsicht zu bekommen.

a. Das Landeskirchliche Archiv Stuttgart hat die Mikrofilme von Eningen und den meisten anderen Gemeinden in Württemberg. Sie können an einem Lesegerät betrachtet werden. Es muss vorher ein Termin vereinbart werden.
Landeskirchliches Archiv Stuttgart

b. Die Kirche Jesu Christi unterhält Familienforscherstellen. Über das Internet können Mikrofilme bestellt und nach Terminvereinbarung an einem Lesegerät betrachtet werden. Von Eningen sind die Filme mit Taufen ab 1569, Heiraten ab 1580 und Toten bis 1875 lieferbar. Dazu enthalten die Filme teils die auswärts Geborenen und Verstorbenen. Von 1724 bis 1824 gibt es ein Seelenregister. Ab 1808 ist ein Familienregister auf 2 Mikrofilmen vorhanden.
Familysearch-Katalog

c. Seit März 2015 ist das in Stuttgart beheimatete Kirchenbuchportal Archion online. Es enthält bis jetzt evangelische Kirchenbücher von 10 Archiven. Darunter ist auch das Zentralarchiv Berlin mit Kirchenbüchern aus den Gebieten östl. Oder/Neiße. Beteiligt sind ebenso die Landeskirchlichen Archive Karlsruhe und Stuttgart, unter anderem mit den Dekanaten Balingen, Tübingen, Reutlingen, Bad Urach und Münsingen. Ein Monatsabo kostet ca. 20 Euro, das 20-Tage-Kontingent ca. 60 Euro. Dafür kann man alle Kirchenbücher die online sind, anschauen und eine begrenzte Zahl an Ausdrucken machen. Auch ohne Abo kann man einen Blick auf die Kirchenbuch-Liste werfen. Bereits online sind die grün hinterlegten Bücher.
Kirchenbuchportal Archion

d. Wer ein Abo auf Ancestry hat, kann seit 2016 auch dort in den Kirchenbüchern von Württemberg forschen. Ancestry besitzt Milliarden von Daten weltweit. Neben Scans historischer Dokumente umfassen private Stammbäume einen großen Bereich auf dieser Seite. Von Eningen sind Taufen, Heiraten und Tote von 1748 bis 1875 einsehbar.
Evangelische Kirchenbücher Württemberg auf Ancestry

3. Suche in Internet-Datenbanken

Seit es das Internet gibt, wird es auch für die Ahnenforschung genutzt. Zu Anfang waren Newsgroups sehr beliebt, um etwas über seine Familie herauszufinden. Mit der Zeit kamen Datenbanken dazu, in die Forscher ihre Stammbäume hochladen konnten. Das dient nicht nur der Datensicherung, sondern auch zum Austausch mit anderen Forschern und der Suche nach Verwandten.

a. Ein großes deutschsprachiges Portal ist Genwiki vom Verein für Computergenealogie. Zu finden ist eine Digitale Bibliothek, ein Lexikon mit Fachbegriffen, Portal Regionale Forschung u. a. mit Listen aller Ortsfamilienbücher uvm. Die Benutzung von Genwiki ist kostenlos.
Genwiki-Portal

b. Gedbas ist die Online-Datenbank vom Verein für Computergenealogie. Hier kann jeder seinen Stammbaum hochladen und nach Namen und Orten der eigenen Familie suchen. Zur Kontaktaufnahme stehen die E-Mails der Forscher auf der Seite dabei. Gedbas ist genau wie Genwiki kostenlos.
Gedbas-Datenbank

c. Familysearch ist die Datenbank der Kirche Jesu Christi (Mormonen). Sie waren eine der ersten, die Kirchenbücher verfilmt haben. In vielen Jahrzehnten haben die Mormonen Milliarden Daten Verstorbener zusammengetragen. Seit es das Internet gibt, kann sich jeder mit seinem eigenen Stammbaum daran beteiligen. Mittlerweile sind zudem zahlreiche Scans von Dokumenten aus aller Welt bei den Mormonen zu finden. Außer bei einer Filmbestellung, fallen keine Kosten an.
Familysearch

4. Personenstandsregister

Ab 1870 führten die Rathäuser standesamtliche Urkunden ein. Den Anfang machte das Großherzogtum Baden, 1874 folgte Württemberg-Hohenzollern und 1876 das Königreich Württemberg. In diesen Urkunden sind alle Amtshandlungen, d. h. Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle dokumentiert. Vermerkt wurden Namen, Beruf, Datum, Angaben über die Eltern, Herkunft und viele andere wichtige Dinge. Am Anfang jeder Ahnenforschung sollte daher die Anforderung dieser persönlichen Urkunden von den betreffenden Standesämtern stehen.
Weitere Informationen dazu gibt es auf einer Seite beim Landesarchiv:
Personenstandsregister beim Landesarchiv

5. Landesarchiv Baden-Württemberg

Wem die Kirchenbücher nicht mehr weiterhelfen, kann der Besuch eines Archivs großen Nutzen bringen. Das Landesarchiv in Stuttgart hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Landesgeschichte zu bewahren und Archivgut aus Nachlässen und von Behörden zu übernehmen und dauerhaft zu konservieren. Von Eningen kann man z. B. finden: Gerichtsakten, Personalakten, Erbschaftsangelegenheiten, Steuerlisten, Rechnungen, Urkunden zum Krämerhandel uvm.
Landesarchiv Baden-Württemberg

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